SKICLUB HEIDECK  |  1. Vorsitzende  |  Luise Köstler  
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40 Jahre Skiclub Heideck – Vorbericht


Am 31. März 1977 gründeten Wintersportfreude den Skiclub Heideck. Die Skifahrer werden ihr 40-jähriges Vereinsjubiläum am 18. November in der Heidecker Stadthalle mit vielen Gästen feiern.

Maximilian Peschke, mit Jakob Buckenlei und Reinhard Wechsler einer der Initiatoren der Vereinsgründung, erinnert sich als Leiter der Gründungsversammlung im früheren Gasthof „Krone“ daran, dass vor 40 Jahren eine überraschend große Zahl von Wintersportlern den neuen Verein aus der Taufe hob. Mit 52 Gründungsmitgliedern konnte der Skiclub Heideck die Arbeit aufnehmen. Zum Vorstand wurde Jakob Buckenlei einstimmig gewählt, der unverzüglich damit begann, die bei der Vereinsgründung angedachten sportlichen und gesellschaftlichen Ziele mit einer aktiven Vorstandschaft zu realisieren.

In seiner 20-jährigen Amtszeit als Vorsitzender entwickelte Jakob Buckenlei den Skiclub mit damals fast 600 Mitgliedern (1987) zum zweitgrößten Verein der Stadt Heideck. Er war damit auch einer der mitgliederstärksten Wintersportvereine im Skiverband Frankenjura (SVF). Dem Verein ist es unter der Führung von Jakob Buckenlei (1977 bis 1997) und Luise Köstler (1997 bis heute) gelungen, den Skisport in Heideck und im weiteren Umkreis für die „Brettlfans“ auch abseits der Berge populär und attraktiv zu machen. Der Skiclub hat in dieser Zeit nicht nur Heidecks Vereinsszene nachhaltig bereichert, sondern war über viele Jahre hinweg das wintersportliche Aushängeschild des Landkreises Roth.

Der Ankauf eines kleinen, noch mobilen „Rucksackliftes“ für den Skihang Rudletzholz beendete bereits 1979 das kräfteraubende Aufsteigen der Wintersportler. Der provisorische Lift wurde 1985 durch einen stationären Lift mit 200 m Schlepplänge ersetzt. Ein wesentlicher Teil des Vereinsprogramms, der Bau einer Skilifthütte, wurde in diesem Jahr ebenso realisiert. Skiclubchef Jakob Buckenlei ließ es sich damals nicht nehmen, das Bäumchen des Richtfestes am Giebel der Skilifthütte sitzend selbst hoch zu halten. Der Skilift ist bis heute bei entsprechender Schneelage für die Wintersportler aus der ganzen Region eine geschätzte Anlaufstelle. Der Skihang in Rudletzholz war immer auch das Trainingsgelände für den alpinen Rennsport. Dort wurden auch mehrfach Kinderskitage und Parallelslaloms ausgetragen.

Ein Schwerpunkt der wintersportlichen Vereinsarbeit der letzten Jahrzehnte lag in einer intensiven und kontinuierlichen Nachwuchsförderung und Übungsleiterausbildung. Dank engagierter Übungsleiter und Trainer fuhr der Skiclub Heideck unter Sportwart Maximilian Peschke (1977 bis 1995) mit einem teilweise mehr als 30 Aktive zählenden alpinen Rennteam in erstaunlich kurzer Zeit bis in die mittelfränkische und nordbayerische Leistungsspitze. So gab es für die Heidecker Wintersportler oft einen Grund zum Jubeln über ungezählte sportliche Erfolge bei Skirennen und Meisterschaften. Das alpine Rennteam des Skiclubs stellte zeitweise mehr als zehn Aktive im alpinen Gaukader des Skiverbandes Frankenjura. Ein sportlicher Höhepunkt für den Skiclub waren die alpinen Finalrennen des Skiverbandes Frankenjura 1997 in Kaltenbach/Hochzillertal. Dort konnte das Heidecker Rennteam nicht weniger als 22 Pokalerfolge herausfahren. Weitere sportliche Höhepunkte für den Skiclub waren der Gewinn der Regionalmannschaftsmeisterschaften (1986 und 1988), des Jura-Cups (1984), des Noris-Cups (1994) sowie einiger SVF-Verbandsrennen, für die auch die Sportwarte Josef Bucher sen. (1995 -2001), Josef Bucher jun. (2001 -2003), Ulrich Nester (2003 – 2013) und Katrina-Luisa Neumann (2013 – heute) mit verantwortlich zeichneten. Josef Bucher jun. war in dieser Zeit Spitzenfahrer im Skiverband Frankenjura. Der Verein glänzte damals mehrfach mit der perfekten Ausrichtung von Verbandsskirennen in Österreich und hatte drei DSV-Kampfrichter mit internationalen Einsätzen. Es gab auch Skivergleichskämpfe mit dem TSV Roth und  dem TV Hilpoltstein. Seit 1978 richtete der Skiclub in ununterbrochener Folge die Vereins- und Stadtmeisterschaften von Heideck aus. Rekordsieger sind bei den Damen Katrina-Luisa Neumann mit acht  und bei den Herren Klaus Herler mit 12 Siegen.

Ab 1981 kamen der Skilanglauf und das Tourengehen ins Programm. Tourenwart und Sportwart nordisch Ludwig Nester begeisterte mit seinem Sohn Gerhard aufgrund der Erfahrungen aus der aktiven Bergsteigerzeit viele Mitglieder für Skihochtouren in den Alpen. Highlights waren die Aufstiege mit Fellen auf die Königsspitze (3.859 m) im Ortlermassiv, dem Gran Paradiso (4.061 m), Grand Combin (4.314 m) sowie etlicher Gipfel in den Kitzbühler Alpen. Um den nordischen Skilanglauf kümmerten sich neben Ludwig Nester auch Alfred Seger und Karl Heinlein (1987 bis 2001). Der Skilanglauf kam im heimischen Gelände trotz der Anschaffung eines Loipenspurgeräts (1987) nur für kurze Zeit in Schwung. Nicht zuletzt wegen vieler schneearmer Winter war und blieb das Interesse der Mitglieder am Skilanglauf im heimischen Gelände sehr gering. Auch das „Snowboarden“ wurde im Skiclub für Kinder und Jugendliche angeboten. Das Interesse für diese Sportart ist in den letzten Jahren im Skiclub allerdings stark rückläufig.

Seit der Vereinsgründung sorgte der Skiclub jedes Jahr für ein attraktives Winterprogramm. Bei Tagesskifahrten sowie bei den traditionellen Faschingsskifreizeiten mit jährlich rund 80 Teilnehmern und den Osterskifreizeiten in Österreich, Italien oder Frankreich konnten viele Mitglieder Wintersport „pur“ erleben. Bemerkenswert ist, dass Übungsleiter Roland Schütz seit 1977 für die Mitglieder die Skigymnastik „Fit in den Winter“ anbot. Eine Kinderskigymnastik gibt es ebenso seit vielen Jahren. Es gab jährlich einen Skibasar, bei dem ausgediente Wintersportartikel zu günstigen Konditionen angeboten wurden.

Ein attraktives Sommerprogramm

Seit der Gründung des Skiclubs gibt es auch ein vielseitiges Sommerprogramm mit Radfahren, Bergsteigen, Wandern, Segeln, Surfen, Paddeln, Rafting oder Inlineskaten. Auch Hallenbadfahrten, Zeltlager und gesellige Veranstaltungen haben zu einem erfüllten Vereinsleben mit beigetragen. Schon ab 1977 kam mit den Wander- und Vergnügungswarten Dieter Balzer, Hans Alt, Bernd Moser und Ludwig Nester das Wandern ins Programm des Skiclubs. So gab es für die Mitglieder ungezählte Ausflüge in die Fränkische Schweiz und den Bayer. Wald.

Ab 1979 belebte der Skiclub die Heidecker Theaterspieltradition aufs Neue. Mit den Stücken „Der Latschenbauer auf Brautschau“, die „Ledigensteuer“ oder „Bleib cool Mama“ sorgte der Skiclub nicht nur für Lacherfolge, sondern legte damals auch den finanziellen Grundstock für den Skiliftbau samt Vereinshütte bei Rudletzholz. Der Skiclub hat sich von Anfang an im örtlichen Vereinsleben engagiert. So zeigte der Verein mit der jährlichen Beteiligung beim Heimatfestzug seine lokale Vernetzung ebenso wie durch die jährliche Unterstützung des teilnehmerstärksten Langdistanztriathlons der Welt durch die Übernahme der Verpflegung der Triathleten am Selingstädter Berg. Der Verein sorgte auch viele Jahre lang für ein beachtetes Stimmungsnest an diesem Berg.

Der Skiclub steht für eine familienfreundliche und breitensportorientierte Vereinsarbeit vor allem im Kinder- und Jugendbereich. Dass dabei auch der Leistungssport nicht zu kurz kam, belegen die vielen Erfolge der Heidecker Wintersportler. Erfolg kommt nicht von selbst sondern lebt vom Idealismus und dem Engagement so vieler Mitglieder. Der Skiclub kann mit Stolz auf die vergangenen 40 Vereinsjahre zurückblicken. Beim Jubiläumsabend am 18. November, 18:30 Uhr, in der Stadthalle kann der Skiclub mit seinen Mitgliedern und Freunden seine Erfolgsstory gebührend feiern.

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